es war Zeit für ein neues Mäntelchen – so richtig neu! Wir haben uns ordentlich geschüttelt und das Alte abgelegt, ganz ohne auf den Frühling zu warten. Diese Woche haben wir unsere neue Website gelauncht! Wer das schon mal gemacht hat, weiß, was alles dahinter steckt, bis man endlich beim GO LIVE ankommt. Deshalb freut es mich wirklich sehr, euch in unsere neue neyo.-Welt einzuladen!
Entdeckt noch mal neu, wer wir sind und woher wir kommen: Fünf Werkstätten in Kathmandu, ehrlich dokumentiert statt Hochglanz, Kapitel für Kapitel. Taucht ein in unsere Vision, unsere puren Materialien aus dem Himalaya und vor allem unsere Maker, die wir alle beim Namen kennen. Auf der neuen Seite könnt ihr ihnen noch näher bei der Arbeit zuschauen.
Übrigens: Auch alle unsere Newsletter findet ihr gesammelt in unserem Magazin – falls ihr mal eine Geschichte verpasst oder einfach noch mal in einem Gedicht, das bleibt, schwelgen wollt.
Und falls ihr direkt stöbern möchtet: Wonach ist euch heute? Women, Men, Living oder MATRA – sucht euch aus, was zu eurem Tag passt. Ich empfehle auf jeden Fall auch den Blick in unsere Accessoires (denn wer fühlt's nicht – selbst der Spätsommer zieht sich jetzt endgültig zurück. Ich hatte morgens auf dem Fahrrad tatsächlich schon Handschuhe an)!
Und wenn ihr mögt: Sagt uns, wie's euch gefällt!
Mit herzlichen Grüßen für unser ganzes Team ♥️
Eure
Marie Curie (1867–1934)
Polnisch-französische Physikerin und Chemikerin, Pionierin der Radioaktivitätsforschung (den Begriff hat sie selbst geprägt). Erste Frau, die einen Nobelpreis erhielt (Physik 1903), und bis heute einzige Person, die Nobelpreise in zwei unterschiedlichen Naturwissenschaften gewann (Physik und Chemie 1911). Trotz massiver Widerstände als Frau in der Wissenschaft ihrer Zeit gründete sie eigene Forschungsinstitute und bildete während des Ersten Weltkriegs mobile Röntgenstationen für Verwundete aus. Sie starb an den Folgen der jahrelangen Strahlenbelastung ihrer eigenen Forschung.
📸 Neha Maheen Mahfin
Ihr Lieben,
Wir sind in der nächsten Jahreszeit angekommen und mein Herz hüpft!
Der Sauerstoff kehrt zurück, das Gehirn funktioniert wieder und ja ja ja das Herbstlicht…doch damit noch nicht genug Dankbarkeit:
Der größte Dank gilt nämlich unseren MitarbeiterInnen in Kathmandu, die trotz widrigster Umstände unsere Herbst- & Winterkollektion auf den Weg gebracht haben!
Bis alles hier unter Dach und im Fach ist, verabschieden wir uns würdevoll vom August und auch von TATA für die Saison, den wir um 50€ reduziert haben! Das lohnt sich und ist GENAU JETZT der richtige Pullover. Der Einzige übrigens, den wir in weicher Bio Baumwolle fertigen. Acht Farben sind noch auf Lager, ausgedünnt in Größen, daher lohnt sich der Größenfilter ;)
Ich wünsche euch einen ganz gemütlichen Sonntag
Eure
PS: Auch wenn es in den Nachrichten schon wieder stiller geworden ist, in Nepal halten die Rettungsarbeiten weiter an. Jeden Mittwoch telefonieren wir mit Upendra. Am letzten Mittwoch war Tag 12 nach der Katastrophe, und das Militär versuchte noch immer, Überlebende zu bergen. Auch finanzielle Unterstützung wird nach wie vor dringend gebraucht.
Upendra erzählte uns, dass das Ausmaß der Zerstörung vor Ort noch viel größer ist, als es hier bei uns ankommt. Die Hauptverkehrsstraßen Richtung Pokhara und Chitwan, im Westen und Süden des Landes, verlaufen entlang des Trishuli-Flusses und sind ebenfalls zerstört – das bedeutet, dass wichtige Güter aus Indien derzeit nicht geliefert werden können: "Gas shortage, skyrocketed prices, the whole packet…"
Misereor kümmert sich auch Jahre nach vergangenen Katastrophen noch um sinnvolle Hilfe in betroffenen Regionen. Falls ihr eine vertrauenswürdige Plattform sucht, hier geht's zum Spendenlink:
Begeistert entdeckt, verliebt in die warme Poesie, aber leider keine weiteren Infos gefunden.
Dennoch möchte ich mich mit diesen Zitaten vom August und vom Sommer für dieses Jahr würdevoll verabschieden ♥️
📸 Devansh Pawan
Ihr Lieben,
„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“
Eigentlich sind wir noch in Sommerpause, aber die Klima-Katastrophe in Nepal hat uns heute an die Schreibtische zurückgeholt. Kurzum: Nepal braucht uns alle gerade dringend. Um es einfach, schnell und effizient zu machen, haben wir uns entschieden, Euch zu bitten, jetzt auf die Seite
zu gehen und zu spenden. Das dauert keine 3 Minuten. Und ihr seid sicher, dass das Geld schnell dahin kommt, wo es gebraucht wird. Misereor ist hervorragend organisiert und gut vernetzt in Nepal – das könnten wir über einen privaten Weg gar nicht leisten. Außerdem sorgt Misereor dafür, dass auch dann noch sinnvolle Hilfe in den betroffenen Regionen ankommt, wenn unsere Betroffenheit in ein paar Jahren schon wieder abgeebbt ist.
Zögert nicht – egal ob ihr 5€, 50€ oder 500€ spendet – das Geld kommt an und hilft den Ärmsten der Armen wieder ein Dach über dem Kopf und Kleidung am Leib zu haben, bevor der Winter einbricht.
Ich danke euch von Herzen und grüße euch
Eure
PS: Wir haben auch bei Misereor gespendet, aber wir wollten auch bei neyo. etwas tun. Und so haben wir den SALE mit -50% eröffnet und laden euch ein, zu bestellen – egal, ob ihr reduziert bestellt, regulär bestellt oder und besonders dann, wenn ihr etwas bestellt, was noch produziert werden muss, jeder Auftrag sendet ein starkes Signal der Hoffnung an das Team in Nepal und dafür sind wir sehr dankbar.
Rebecca Solnit (1961, Kalifornien)
Essayistin, Kulturhistorikerin und Aktivistin
Solnit ist vor allem bekannt für "Men Explain Things to Me", den Text, der den Begriff "Mansplaining" geprägt hat, sowie "Hope in the Dark". Sie schreibt regelmäßig für
The Guardian und Harper's, engagiert sich seit Jahrzehnten in Klima- und Menschenrechtsbewegungen (u. a. Gründerin des Klimaprojekts "Not Too Late").
Aus Hope in the Dark: The Untold History of People Power (2004, Neuauflage 2016), Canongate Books
📸 Tagesschau, Jayson Hinrichsen
Ihr Lieben,
Der Großteil des Sommers ist schon rum, endlich haben auch bei uns, im Süden Deutschlands, die Ferien begonnen und damit gehen wir jetzt im August in unsere Sommerpause.
🏖️
Der Versand geht ganz normal für euch weiter. Und damit noch ein friendly reminder: Unser Leinen SALE läuft noch! Und ich möchte euch gerne nochmal auf unsere Kategorie LOOAK aufmerksam machen: Nicht jedes Produkt begleitet uns für immer. In Last One Of A Kind verabschieden wir uns würdevoll von einigen Lieblingsteilen. Ein Blick lohnt sich immer. Besonders, weil doch der Herbst schon fast anklopft und ihr hier mehr als nur Leinen findet. Im September sind wir wieder zurück!
Geniesst den Restsommer in vollen Zügen.
Schöne Ferien und liebste Grüße
Eure
PS: Ihr kennt's: Bei neyo. gilt Fair Play ⚖️. Solltest du seit dem 19.06.2026 ein Teil zum regulären Preis gekauft haben, das jetzt im Sale ist, dann erstatten wir dir die Differenz in Form eines Gutscheins auf das reguläre Sortiment. Eine kurze Nachricht mit deinem Namen und dem Namen des gekauften Artikels an die serviceorientierte Silke unter [email protected] genügt.
Ingeborg Bachmann (1926–1973)
österreichische Lyrikerin, geboren in Klagenfurt. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde sie durch ihren Auftritt bei der Gruppe 47, ihr Werk kreist um weibliche Selbstbehauptung in einer patriarchalen Welt, um Krieg, Sprache und Freiheit. Bachmann, wie auch Calvino (aus dem letzten Newsletter), haben Leichtigkeit nicht als Oberflächlichkeit, sondern als erarbeitete Klarheit verstanden.
Aus dem Gedicht "An die Sonne" (in: Anrufung des Großen Bären, 1956)
Ihr Lieben,
Im letzten Newsletter gab es viele Worte, heute nur soviel:
Unser Sale hat begonnen.
Leinen macht Platz für wollige & wohlige Zeiten. Ihr findet alles in Leinen um -30% reduziert. Und seltene 🎊!SURPRISE!🎉…es sind diesmal sogar ein paar TALAs darunter!
Schnell sein lohnt sich.
Liebste Grüße an euch alle
PS: Die meisten kennen es schon: Bei neyo. gilt Fair Play ⚖️. Solltest du seit dem 19.06.2026 ein Teil zum regulären Preis gekauft haben, das jetzt im Sale ist, dann erstatten wir dir die Differenz in Form eines Gutscheins auf das reguläre Sortiment. Eine kurze Nachricht mit deinem Namen und dem Namen des gekauften Artikels an die serviceorientierte Silke unter [email protected] genügt.
Italo Calvino (1923–1985)
Geboren auf Kuba, aufgewachsen in San Remo – italienischer Schriftsteller zwischen zwei Kulturen. 1985 wurde er nach Harvard eingeladen, sechs Vorlesungen über die Zukunft der Literatur zu halten. Er starb, bevor er die Sechste schreiben konnte. Die fünf fertigen Vorlesungen – Leichtigkeit, Schnelligkeit, Genauigkeit, Anschaulichkeit, Vielschichtigkeit – gelten als sein literarisches Vermächtnis. Calvino suchte Klarheit statt Schwere. Nicht als Stilmittel, sondern als Lebenshaltung.
Leicht ist nicht das Gegenteil von schwer. Leicht ist das, was übrig bleibt, wenn man das Unnötige weglässt…
🖌️ Gerhard Richter – Landschaft mit Wolke
Ihr Lieben,
Am 1. Juli 1903, 15:16 Uhr, vor einem Vorortcafé bei Paris: 60 Fahrer starten in ein Rennen, das es so noch nie gab. Sechs lange Etappen, 2.428 Kilometer auf unbefestigten Straßen, 18 Kilogramm schwere Fahrräder aus Stahl, keine Helme, ein einziger Gang. Ersatzräder wurden um die Schultern gelegt mitgenommen – wer eine Panne hatte, reparierte selbst. Nur 21 kamen an. Der Sieger Maurice Garin, hauptberuflich Schornsteinfeger, trug statt Gelb eine grüne Armbinde und ließ sich unterwegs gerne mal auf Wein und Zigarette in einer Bar nieder. 123 Jahre später, gestern, am 4. Juli, ist die diesjährige Tour de France gestartet – schneller, professioneller, kalkulierter als damals. Drei Wochen lang wieder Menschen und Maschinen an ihren Grenzen…
Auf das Thema kam ich, weil mir die Tage ein Buch in die Hände fiel, das ich vor 31 Jahren in der Grundschule gemacht habe: „Mein Fahrradbuch – Radfahrausbildung September 1994 – Ineke Frohnhofen“ 😂 Es ist so gemütlich dieses Buch zu lesen – das Laufrad von Herrn von Drais taucht auf, Velociped, Verkehrsregeln, natürlich mein Fahrradführerscheintest. Ich weiß noch, dass sich im Unterricht damals alles um das Thema gedreht hat: Auch in Kunst haben wir gelernt mit Tusche und Feder zu arbeiten und ein Fahrradbild gezeichnet. Natürlich bekommt ihr einen Ausschnitt zu sehen ;) Klar ist auf jeden Fall, dass ich mit 10 Jahren mehr Facts über Fahrräder wusste, als heute. Und klar ist auch, dass mir die Touren, die kein Rennen sind, auf jeden Fall mehr liegen.
Gewinnen auf dem langsameren Fahrrad kann man jedenfalls ganz entspannt mit PULA. Luftig-leichtes Merino, das dich umflattert, ohne zu wärmen wie Wolle es sonst tut – und ein Detail, das erst auf den zweiten Blick auffällt: schimmernde Knöpfe im Rücken, die PULA auch andersrum tragbar machen, als Cardigan. Neu im Shop: LIPSTICK RED und BLACK NAVY – beides bestens geeignet, um sich am Ziel in Paris blicken zu lassen.
Bei aller sportlichen und überhaupt weltlichen Optimierung macht die Natur zum Glück einfach das, was sie immer schon tat – nur mit sehr viel mehr Leichtigkeit. Wäre doch schön, wir würden uns auch wieder mehr diesem Tempo anpassen. Und damit bekommt ihr heute das Gedicht von Günter Grass als Zitat – war auch damals schon das Endwort in meinem Buch ;)
Euch wünsch ich schöne Touren, macht langsam, geniesst den Sommer!
Herzlichst
P U L A lipstick red · 100% merino
P U L A black navy · 100% merino
black navy · 100% merino · 159 €
PS: Meine Lieblingstragevariante von PULA ist übrigens als Pullover – oben zwei Knöpfe und unten einen Knopf geöffnet ;)
PPS: Bestellungen, die bis Dienstag 10:00 Uhr eingehen, schickt Lai ♥️ noch am selben Tag raus und sollten spätestens Donnerstag bei dir sein.
Günter Grass (1927–2015)
Deutscher Schriftsteller und gelernter Bildhauer, geboren in Danzig. Bekannt vor allem für seinen Roman „Die Blechtrommel“. 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für sein Lebenswerk mit der Begründung, „der deutschen Literatur nach Jahrzehnten moralischer und sprachlicher Zerstörung einen Neuanfang“ ermöglicht zu haben. Neben Prosa schrieb er auch Lyrik und Grafik – seine Gedichte sind oft knapp, bildstark und mit leisem Witz.
📸 Ineke Frohnhofen
Liebe Freunde von neyo.,
Jetzt knallt der Sommer und ich sage euch: linen is the material of choice!
Gestricktes Leinen ist ab 20°C besonders angenehm auf der Haut, ab 30°C ist es sogar unschlagbar. Es fällt satt, edel und knittert deutlich weniger als gewebtes Leinen. Ausserdem sind die Maschen viel luftdurchlässiger als ein Gewebe. Leinen kann bis zu 35% seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich nass anzufühlen und gewinnt dabei – anders als andere Materialien – mit zunehmender Nässe sogar an Reissfestigkeit. Zur Information: Bei Baumwolle sind es nur 11%. Sehr lange Zeit galt Leinen als ländlich, wegen der Knitter als verpönt und schöne Kleidung daraus war schwer zu finden, weil kaum ein Designer sich an dieses Material herantraute. Das haben wir geändert. Die Farben wirken auf Leinen ganz anders, außergewöhnlicher als auf anderen Materialien – fast als wäre das Garn meliert. Und dann diese für Leinen so typische Tendenz ins Dunstige – wunderschön.
Seit wir gestricktes Leinen zum ersten Mal in unsere Kollektion aufgenommen haben, ist es nicht mehr wegzudenken! Deinen neuen Sommerpullover SAMIRA, der Dich bis in den Oktober begleiten wird, besticht durch sichtbar schönen Abnahmen an den Ärmeln, die Kanten ohne Bündchen, der rollende Rundhalsausschnitt – alles Zeichen der wertvollen Handarbeit.
PS: Nachtrag für die Ladies: Im letzten Newsletter hat der Link zu unserem MAGIC PINK nicht funktioniert. Immer eine Freude, wenn die Technik uns im Stich lässt – mille pardons… Ich danke euch sehr für die Hinweise und verlinke ihn hier nochmals:
PPS: Bestellungen, die bis Dienstag 10:00 Uhr eingehen, gehen noch am selben Tag raus – und sollten spätestens Donnerstag bei dir sein.
Nochmal Laxmi Prasad Devkota (1909–1959) für euch.
Aus „The Lunatic", 1944 (eigene Übersetzung ins Englische).
The Lunatic (Pagal, ca. 1944) ist Devkotas bekanntestes Gedicht, eine autobiografische Verteidigung des Dichters als Außenseiter. Er trägt die Maske des Wahnsinnigen: Wer mit vertauschten Sinnen sieht, hört und fühlt, gilt in der Gesellschaft als verrückt. Der eigentliche Narr, so Devkota, ist die Vernunft selbst. Der Eröffnungsvers "I visualize sound. I hear the visible" ist das Programm: ein Bekenntnis zur Synästhesie, zur Durchlässigkeit zwischen den Sinnen. Seine zentralen Motive: Berge, Luft und der Körper im Wind.
📸 Raimond Klavins
Liebe Freundinnen, liebe Freunde von neyo.,
Vor vier Wochen habe ich über das ‚Einwintern' geschrieben – und so richtig lassen die ganz heißen Tage noch auf sich warten. Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im dicken Yak Pullover und BADALAS am Tisch, aber immerhin draussen ;) Sobald die Sonne sich aber blicken lässt, muss alles in Sekundenschnelle abgeworfen und es leicht und luftig werden. Und damit sind wir beim heutigen Thema: unser gestricktes Leinen ist back in stock und in einer Farbe, die uns beim Öffnen der Kartons aus Kathmandu umgeworfen hat: MAGIC PINK!
KHOLA ist mein Lieblingspullover im Sommer. Weil er eigentlich keiner ist. Er fühlt sich an wie eine zweite Haut – und sieht dabei so aus, als wäre das absolut mühelos. Die sichtbar schönen Abnahmen und das hochgedrehte, glatte Leinen machen ihn leicht transparent, luftig, fast zart. Und genau das ist der Plan. Je heißer, je besser. KHOLA ist Nepali und heißt „Muschel" – und wer schon mal eine Muschel gegen das Licht gehalten hat, weiß, was gemeint ist.
Was die wenigsten wissen: gestricktes Leinen ist eine andere Welt als gewebtes. Gewebtes Leinen kennt jeder – es knittert, es liegt an, es ist manchmal kratzig. Gestricktes Leinen atmet anders. Es ist viel luftiger, fällt weicher, und knittert erheblich weniger. Die Maschen geben nach, die Luft kann zirkulieren. So fein gefertigt ist gestricktes Leinen übrigens sehr selten, weil es aufwändig ist und den meisten Strickern fehlt schlichtweg die Geduld dafür. In Kathmandu haben sie sie. Und jetzt gibt es KHOLA nicht nur in ätherisch dunstig, sondern knallt in der Farbe, die ihr geliebt habt: MAGIC PINK. Selten habe ich Leinen so strahlen sehen. Das Pendant, eine Farbe, in der es KHOLA auch noch nicht gab: BLACK NAVY. Funktioniert auch im Büro, man hat ja leider nicht den ganzen Sommer frei ;)
Viel Spass bei der Auswahl zur Luft und Leichtigkeit! Die Sonne kommt…
Herzlich
PS: KHOLA lässt sich übrigens wunderbar in der Maschinenschonwäsche pflegen – das ist bei gestricktem Leinen keine Selbstverständlichkeit. Und unter dem Blazer ersetzt er jede Bluse, falls das Büro doch wieder zu stark klimatisiert ist.
PPS: Wenn du bis Dienstag, 10:00 Uhr bestellst, schickt die wunderbare Lai das Päckchen noch am selben Tag raus – und es sollte spätestens Donnerstag bei dir sein.
📸 Julius Zetzsche
Liebe Freundinnen, liebe Freunde von neyo.,
Obwohl ich es eigentlich weiß, ist es doch immer wieder mind blowing die Fakten schwarz auf weiß zu lesen: vor ein paar Tagen bin ich über einen Post von einem britischen Garnhersteller gestolpert, in dem die Unterschiede zwischen Wolle und Polyester radikal heruntergebrochen wurden. Ich finde sie sind es wert, in einem neyo. Newsletter an euch weitergegeben zu werden, ist es doch auch ein Teil der Basis unseres Manifests. Und es tut bekanntlich immer mal wieder gut, zum Anfang zurückzublicken…
DER LEBENSZYKLUS VON WOLLE UND POLYESTER
ROHSTOFF
Natürlich auf Schafen gewachsen, jedes Jahr erneuert
vs
Aus Erdöl hergestellt (einem nicht erneuerbaren Rohstoff)
HERSTELLUNG
Sorgfältig in kleineren Chargen gefertigt – mit Fokus auf Qualität, Rückverfolgbarkeit und ressourcenschonendes Verfahren
Massenproduktion in hohem tempo, bei der oft Volumen und kosten Vorrang vor ökologischenund sozialen Auswirkungen haben
NUTZUNGSPHASE
Atmungsaktiv, temperaturregulierend, geruchshemmend = weniger waschen
Schliesst Gerüche ein, muss oft gewaschen werden
MIKROPLASTIK
Gibt keine mikroplastikpartikel ab
Gibt bei jedem waschgang Mikroplastik in die Gewässer ab
LANGLEBIGKEIT
Langlebig, von Natur aus widerstandsfähig, leicht zu reparieren
Kann schnell verschleißen und wird oft häufiger ausgetauscht
LEBENSENDE
100% biologisch abbaubar, führt dem Boden Nährstoffe zurück
Kann hunderte von Jahren für den Abbau benötigen
Und sehr passend dazu zeige ich euch eine ausgewählte Bildserie, die veranschaulicht, was passiert, wenn ein Pullover aus 100 % Naturfasern vergraben wird:
Mikroben besiedeln den Stoff und beginnen, Proteine und Fasern abzubauen. Dadurch entstehen Verfärbungen, moosartiger Bewuchs und schließlich Pilze. Mit fortschreitender Zersetzung zerfällt die Stoffstruktur vollständig, bis die Fasern zu Nährstoffen im Boden werden und verschwinden.
Punkt.
Ich wünsch euch einen wunderschönen Sonntag!
Wir hören uns in zwei Wochen, dann solltet ihr euch endlich in warme Luft und kühlendes Leinen werfen können ;)
Liebste Grüße
Quellen: British Wool und Woolmark Company
Liebe Freundinnen, liebe Freunde von neyo.,
Jetzt ist einfach schon Mai – wer kann’s glauben!? So ganz allmählich kommt die Sicherheit: Die dicken Wollsachen dürfen eingewintert werden. Alles verschwindet bei mir nie – den dünnen und leichten Cashmere trage ich das ganze Jahr über. Aber eben nicht die dicken Pullover.
Bevor deine Auswahl für einige Monate verschwindet, lohnt sich ein wenig Aufmerksamkeit. Nicht viel – aber die Richtige. Am liebsten mag Wolle eine kleine Pause in sauberem Zustand. Also waschen – ja, in der Maschine. Wollprogramm (!!!) bei 30°C. Wichtig dabei: ein Wollwaschmittel, das Lanolin enthält. Lanolin ist das natürliche Wollfett, das in der Faser steckt – und das bei einem guten Waschmittel an die Wolle zurück gegeben wird. Klingt nach Detail, ist aber der Grund, warum gut gepflegter Cashmere nach Jahren noch so weich ist wie am ersten Tag. Nach dem schonenden Waschgang im nassen Zustand in Form ziehen, liegend vollständig trocknen lassen und wiederum liegend aufbewahren. Nicht hängen. Und wenn Lavendel und Zedernholz dazu oder ein Stoffbeutel drumherum kommt, fühlen sich auch Motten weniger eingeladen.
Pilling ist bei Cashmere am Anfang übrigens normal, denn die überschüssigen, kurzen Fasern rollen sich beim Tragen zu kleinen Kügelchen zusammen. Diese muss man abrasieren. Das ist immer so. Nach zwei- oder dreimal, hört das von selbst auf. Wir raten davon ab, diese Knötchen abzuzupfen oder abzukämmen, denn dabei rupft man weitere, kurze Fasern aus dem Gestrick hervor oder beschädigt das Garn womöglich noch mehr mit einem falschen Kamm. Gestrick flach hinlegen und los gehts mit der Rasur – gute Zeit zum Podcast hören ;) Noch mehr Tipps zur Pflege von Cashmere findest du hier:
An einem anderen Ort entstehen bereits Masche für Masche die neyo.s für das luftige Kapitel: In Kathmandu sitzen die Strickerinnen und Stricker schon an der Fertigstellung der neuen Teile für die Tage, die mehr Durchlüftung brauchen. Die letzten Knöpfe, die letzten Ringe werden angenäht… Und bis sie bei uns in Aachen eintreffen: Platz machen für Leinen, für offene Fenster, für warme Haut und leichte Tage.
Viel Spass bei der Pflege und beim Eis essen!
Liebste Grüße
📸 Prateek Katyal
Der neyo.-Newsletter
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