Vom Fuchs und vom Hasen.

Vom Fuchs und vom Hasen.

Liebe Freundinnen, liebe Freunde von neyo.,

im Mittelalter gibt es noch das sogenannte Osterlachen, bei dem der Pfarrer in der Liturgie Witze macht, um die Gemeinde zum Lachen zu bringen und damit das Ende der Trauer- und Fastenzeit besiegelt. 

Bis ins 19. Jahrhundert bringt der Fuchs den Kindern an Ostern die Eier bis er kurze Zeit später vom Hasen verdrängt wird. Die Eier werden mit Naturfarben gefärbt – besonders gerne verwendet man Zwiebelschalen,die zu einer rotbraunen Färbung der Eier führen. Das macht es naheliegend, sie dem Fuchs anzudichten. Und da der Fuchs wie auch später der Hase ja häufig in den Gärten gesehen wird, klingt diese Geschichte für Kinder glaubwürdig. 

In England rollt man noch heute die hartgekochten Eier eine abschüssige Straße herunter bis die Schale ganz kaputt ist. Ob man sie anschließend noch isst, konnte ich nicht klären. 

In Finnland laufen am Ostersonntag die Kinder mit Trommeln und Tröten durch die Straßen und feiern mit viel Radau das Ende der Trauerzeit. 

In Schweden gehen Frauen heimlich nachts an eine Quelle und holen das sogenannte Osterwasser, mit dem sie den Mann bespritzen, dessen Liebe sie erhalten wollen.
Wenn sie dabei nicht erwischt werden, soll das auch wohl gelingen.

In einigen Ländern wie Ungarn und Rumänien überschütten die Frauen die Männer mit einem Eimer kalten Wassers, weil diese sie am Tag vorher mit Parfüm bespritzt haben und ihnen mit einer handgemachten Rute drohten. 

Auf der Suche nach Ostertraditionen in anderen Ländern waren dies einige meiner Entdeckungen. Mal sehen, was wir davon in der Familie noch umsetzen! Irgendwas mit Zwiebelschalen und hartgekochten Eiern wird dabei sein, die Sache mit dem Fuchs werde ich auch irgendwie einfließen lassen. Ja, es könnte sein, dass es bei uns laut wird.
Und Theo wird Ostermontag wohl ein Handtuch brauchen😂. 

Ich wünsche euch allen Frohe Ostern und eine schöne Freunde- und Familienzeit! Bis bald grüßt herzlich 

Eure Ineke

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